Doku



Montag, 11.09.06:

Heute war ein Tag, auf den ich mich schon seit über 2 Wochen gefreut hatte: eine Fahrt zu Kiesow!
Für alle, die Kiesow nicht kennen: es handelt sich hierbei um (soweit ich weiß) Europas größten Autoschrottplatz, wo man sich alles aus den Autos selber ausbauen kann, was man möchte. Schon einen Tag vorher begannen die Vorbereitungen: aufschreiben, was man benötigt (um den Zettel dann wieder zu vergessen), und die Karte auszudrucken, die - naja, dazu nachher mehr.
Am nächten morgen war ich so schnell wach, wie schon lange nicht mehr! Schnell in den Keller und alles Werkzeug zusammenpacken, was man irgendwie benötigen könnte... Und dann ging es auch schon los. Ich fuhr, und Markus las die Wegbeschreibung. Nur leider entpuppte sich die als so dermaßen falsch, dass wir betimmt 2 1/2 Stunden brauchten (statt der errechneten 1 1/4 Stunden)... Einzelheiten zu den Kommentaren über diese Karte möchte hier aus jugendtechnischen Gründen unterlassen...

Aber bei Kiesow angekommen schnappten wir uns erst einmal einen Einkaufswagen, und dann began die Shoppingtour der ganz besonderen Art :-). Der erste Weg führte uns zu den T3 Bussen: fast schon schade, was sich da für ein Bild für uns bot! Alles alt, zerbeult, und vor allem fast leer! Also da war nichts mehr zu holen. Dann ging es weiter zu den Golf 3, wo ich ja an und für sich eine Lüftung samt Schaltern ausbauen wollte. Doch auch hier sah es keinen Deut besser aus! Ehrlich gesagt, war ich schon ein wenig frustriert. Aber hilft ja alles nichts, es ging weiter mit der Suche nach Motoren für mein Schiebedach. Und plötzlich wurden wir fündig, und zwar in einem alten BMW. Immerhin ein guter Waebasto-Schiebedachmotor. Und dabei viel uns noch etwas auf, was wir natürlich nicht so einfach dort liegen lassen konnten:



Ein BMW Check-Control! So etwas muss einfach in den Bus! Also auch noch schnell ausgebaut, und samt dem Motor eingepackt. Dazu noch ein paar Stoßdämpfer aus den Sitzen (ja wofür eigentlich???), 2 Schalter:



und wir fassten frischen Mut und suchten weiter.
Der Weg führte uns dann zu den "Reisschüsseln", wo wir noch einen Schiebedachmotor ausbauten (man weiß ja nie...). Wo wir dann noch alles lang gingen, weiß ich gerade nicht mehr, aber auf einmal sahen wir noch ein paar T3, die da vorher noch nicht standen, und wo ich auch endliche meine Gurtschlösser fand, die ich noch brauchte (antürlich schon wieder verbaut). Dann noch mal schnell zu den Golf II, ein Lenkrad mitnehmen (auch schon im Bus), und dann ging noch einmal die Suche nach Lütungsauslässen vor. Nachdem wir es fast schon aufgegeben hatten, wurden wir doch noch fündig:





Aber ob es die jetzt wirklich bleiben, ist noch sehr fraglich, aber schon einmal besser als nichts! Aus was für einem Auto die stammen - keine Ahnung...
Meinem Portemonnaie reichte es dann auch so langsam, und nach einer Currywurst mit Pommes ("Ich bin das Schaslik und er ist die Pommes.", "Aber Pils seid Ihr beide?", "Genau!") Und knapp über eine Stunde fahrt, waren wir dann wieder zu Hause. Schnell wieder das Werkzeug an die Wand hängen, und dann wollte ich mal sehen, wie gut die Motoren zum Schiebedach passten.
Welcher von beiden am schlechtesten passte, war gar nicht so einfach zu sagen, aber so konnte man sie auf keinen Fall einbauen. Beide "Wellen" waren zu kurz, und kamen nicht an die Schneckenwellen, die das Schiebedach nach hinten und vorne transportieren, an. Und die Zahnräder passten auch nicht wirklich. Und immer, wenn guter Rat besonders teuer ist, werden auch die Gedankengänge immer merkwürdiger... Vielleicht doch eine Kombination aus allen 3 Sachen? Den beiden Motoren und der Handkurbel? So ähnlichen machten wir es dann auch: der Antrieb der Handkurbel wurde auseinandergenommen, der Vielzahn, wo die Kurbel draufsteckte mittels Bohrmaschine und Feile "abgedreht" (die Drehbank für die ganz, ganz Armen!!!), und schon passte es merkwürdigerweise zusammen! Ein paar Feinheiten werde ich noch von einem Dreher machen lassen, aber soweit bin echt zufrieden damit.
Hier der Motor mit Welle wie er jetzt aussieht. Die neue Welle ist mit einer Schraube von hinten gesichert, da wir den Aufbau ja etwas ändern mussten. Die Schraube wird aber natürlich noch geändert:







Jo, und so schnell ging dann auch ein aufregender Tag von knapp 12 Stunden für den Bus vorbei. Abends ersteigerte ich dann noch einen Sensor für den Check-Control für die hinteren Lampen, vielleicht kann ich ja noch ein paar mehr Sachen davon auftreiben...

Aber davon ein anderes Mal mehr!